KVM für eine der modernsten Sport-Broadcast-Infrastrukturen Europas

Sky Deutschland

Mit Sky Sport HQ betreibt Sky Deutschland in Unterföhring bei München eines der modernsten Sport-Sende- und Produktionszentren Europas. Hier werden zahlreiche Live-Sendungen rund um die 1. und 2. Bundesliga, den DFB-Pokal, die Europa League und die Champions League produziert sowie die Social-Media-Kanäle betreut.

Sky Sport HQ erstreckt sich über eine Gesamtfläche von 4.600 Quadratmetern, davon stehen 1.700 Quadratmeter für vier High-Tech-Live-Studios zur Verfügung. Insgesamt umfasst das Sendezentrum 41 Räumlichkeiten. Rund 50 Kilometer Kabel wurden verlegt, um die gesamte Technik anzuschließen.

Nach eigenen Angaben kann Sky Sport HQ bis zu zwölf Sendungen an einem Wochenende parallel produzieren und ausstrahlen. Neben fünf Sport-Kanälen, die rund um die Uhr senden, können zehn weitere Sender hinzugeschaltet werden.

Die Herausforderung

Die Vielzahl paralleler Live-Produktionen stellt hohe Anforderungen an Verfügbarkeit, Ausfallsicherheit und Leistungsfähigkeit der technischen Infrastruktur. Gleichzeitig sollte der Workflow erleichtert und die Zusammenarbeit der einzelnen Produktionsteams verbessert werden.

Die umfangreiche Rechnertechnik sollte dazu weitestgehend aus Studios, Regien und Post-Produktion ausgelagert und zentral in Serverräumen untergebracht werden. Dabei musste sichergestellt sein, dass die Produktionsteams jederzeit zuverlässig und ohne Unterbrechung auf die benötigten Systeme zugreifen können.

Die Lösung

Die KVM-Systeme von G&D ermöglichen die Zentralisierung der Rechnertechnik in Serverräumen und bilden das Rückgrat der IT-Infrastruktur. Rund 100 leistungsstarke Rechner befinden sich zentral im Serverraum und werden über KVM an den jeweiligen Arbeitsplätzen verfügbar gemacht.

Dazu zählen unter anderem Ingest- und Videoserver, Systeme für Studio- und Broadcast-Automation, Grafiksysteme, Teleprompter, Kamerarobotik sowie allgemeine Konfigurations-Server und -Clients. Auf diese Weise konnten Video Control Rooms, Program Control Rooms sowie Ingest, Playout, Grafikabteilung und verschiedene Studios weitestgehend rechnerfrei gestaltet werden.

Für eine hohe Ausfallsicherheit wurden zwei vollständig gespiegelte, redundante Matrixswitch-Cluster mit jeweils einem ControlCenter-Digital 288 eingesetzt. Ist das Umschalten über eine Matrix im Störungsfall nicht möglich, erfolgt die Umschaltung automatisch über die zweite Matrix. So können die Produktionsteams ihre Arbeit auch bei einer Störung wie gewohnt fortsetzen.

Wo Rechner weiterhin lokal verfügbar sein müssen, ermöglichen KVM-Switche wie der DP-MUX2 das Umschalten zwischen mehreren Systemen. Mit TradeSwitches können Producer zudem mehrere Rechner mit nur einem Set aus Tastatur und Maus bedienen.

Ein weiterer Bestandteil der Lösung ist die Integration der ControlCenter-Digital KVM-Matrix in das VSM Broadcast Steuerungs- und Monitoringsystem von LAWO. Über die IP-Control-API kommuniziert der VSM Controller mit der KVM-Matrix und kann Schaltbefehle ausführen. Dadurch lassen sich unter anderem unterschiedliche Programmanforderungen gleichzeitig umschalten oder Setups zwischen mehreren Kontrollräumen austauschen.

Für die technische Planung und Systemintegration war Qvest Media verantwortlich. Der Integrator entwickelte das Konzept für den vollredundanten Aufbau der Produktions- und Bedienrechner sowie deren Verlagerung aus Studios, Regien und Post-Produktion.

Qvest Media übernahm zudem die audiovisuelle Ausstattung der beiden großen Live-Studios, der angeschlossenen Regien, der Schnitt-Räumlichkeiten, zehn dedizierten Voice-Over-Kabinen und 16 zusätzlichen Voice-Over-Plätzen.

Technische Highlights

  • Zwei vollständig gespiegelte, redundante ControlCenter-Digital 288 Matrix-Systeme

  • Automatische Umschaltung auf die zweite KVM-Matrix im Störungsfall

  • Rund 100 zentralisierte Hochleistungsrechner im Serverraum

  • 100 KVM-Rechnermodule und 85 KVM-Arbeitsplatzmodule

  • Weitestgehend rechnerfreie Studios, Regien und Produktionsbereiche

  • Integration der KVM-Matrix in das VSM Broadcast Steuerungs- und Monitoringsystem von LAWO

  • IP-Control-API für die Kommunikation zwischen VSM Controller und KVM-Matrix

100
KVM-Rechnermodule
2
redundante Matrix-Systeme
85
KVM-Arbeitsplatz-Module

Das Ergebnis

Mit dem eigenen Produktions- und Sendezentrum erlangte Sky Deutschland maximale Flexibilität und mehr Spielraum für künftige In-House-Produktionen. Gleichzeitig wurden einzelne Workflows verbessert und der Produktionsalltag für die beteiligten Teams erleichtert.

Durch die Zentralisierung der Rechnertechnik können die Produktionsbereiche weitestgehend ohne lokale Rechner betrieben werden. Die vollredundante KVM-Infrastruktur stellt eine hohe Verfügbarkeit sicher, während die Integration mit dem VSM-System komplexe Schaltprozesse vereinfacht und eine einheitliche Steuerung ermöglicht.

Michael Büttner
Das verbaute Equipment erfüllt die Erwartungen und zeichnet sich durch eine reibungslose Bedienung aus.
Michael Büttner , Qvest Media Projektverantwortlicher IT/KVM

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